Die 7 wichtigsten Textarten für die Schülerzeitung

Die besten Textarten und Stilformen für die Schülerzeitung – wir stellen sie Dir vor!

 Wie bei einer klassischen Zeitung, gibt es auch bei der Schülerzeitung verschiedene „Arten“ zu schreiben und Texte zu verfassen. Diese Arten werden auch Stilformen oder Darstellungsformen für Texte genannt.

Je nach Inhalt, Ausrichtung und Ziel des Artikels für eine Schülerzeitung passt eine andere Textart. Doch welche Textarten gibt es eigentlich? Und was gilt es jeweils zu beachten?

In folgendem Artikel findest Du alle Antworten!

 

Warum die Wahl der Textart für die Schülerzeitung wichtig ist

Bei Schülerzeitungen ist das Wichtigste natürlich die vermittelten Inhalte, die an Leser vermittelt werden sollen. Doch WIE diese Inhalte vermittelt werden, ist fast genauso wichtig!

Denn erst die richtige Darstellungsform macht einen Schülerzeitungsartikel zu einem wirklich guten Artikel. Aussage und Darstellungsform sollten möglichst gut aufeinander abgestimmt sein, damit der Inhalt beim Leser auch ankommt.

In diesem Artikel stellen wir Dir daher die wichtigsten 7 Stilformen für die Schülerzeitung vor.

Das sind zwar nicht alle möglichen Formen für die Schülerzeitung, aber die wichtigsten. Alle übrigen Stilformen können aus diesen abgeleitet werden.

 

Was Du bei der Wahl der Textart beachten solltest

Wir wissen, Du würdest am liebsten direkt mit Deinem Artikel starten. Doch noch bevor Du mit dem Schreiben beginnst, solltest Du genau wissen, welche Darstellungsform Du für Deinen Schülerzeitungsartikel verwenden möchtest.


Bei Deiner Entscheidung solltest Du folgende Punkte beachten:

  • Gewähltes Thema
  • Anzahl und Art Informationsquellen (Interview oder Literatur-/Internetrecherche)
  • Neutrale Berichterstattung oder Meinungsäußerung

 

1. Textart für die Schülerzeitung: Die Nachricht

Die klassische Nachricht ist leicht zu erkennen, denn eines ihrer Merkmale ist die Kürze des Textes. In einer klassischen Zeitung ist sie oftmals nur 10 bis 20 Zeilen lang.

Dennoch steckt in ihr eine Menge Information. Eine Nachricht schildert etwas, das geschehen ist oder kündigt etwas für die Zukunft an.

Der Aufbau der Nachricht gleicht einer umgedrehten Pyramide: Das Wichtigste steht in der Regel am Anfang. Danach werden möglichst viele Informationen anhand der W-Fragen mitgeteilt:

  • Wer oder was?
  • Wie?
  • Warum?
  • Wo?
  • Wann?

Zum Schluss folgen Zusatzinformationen. Die Nachricht für die Schülerzeitung sollte außerdem so aufgebaut sein, dass bei Bedarf das Ende weggekürzt werden kann, ohne dass wesentliche Informationen verloren gehen.

 

2. Textart für die Schülerzeitung: Der Bericht

Ein Bericht ist nichts anderes als eine längere Form der Nachricht und eignet sich daher ebenfalls gut für die Schülerzeitung.

Auch hier folgt der Aufbau der Pyramiden-Form. Auch der Bericht sollte einen aktuellen Bezug haben.

Der wesentliche Unterschied zur Nachricht: In einem Bericht können auch Hintergrundinformationen und die Vorgeschichte eines Sachverhaltes erklärt werden.

Außerdem können bereits bekannte Informationen (von beispielsweise vorherigen Artikeln) wiederholt werden, um diese wieder ins Gedächtnis der Leser zu rufen.

Obwohl auch ein Bericht grundsätzlich klar, nüchtern und sachlich sein sollte, schadet etwas Lebendigkeit in der Schreibweise nicht.

Tipp: Du kannst den ersten Satz ruhig etwas kreativer formulieren und damit die Aufmerksamkeit des Lesers auf den Artikel ziehen.

 

3. Textart für die Schülerzeitung: Die Reportage

Die sogenannte „Reportage“ ist für einen Schreiber vielleicht die schönste Darstellungsform. Hier kann man sich austoben und zeigen, dass man nicht nur gut informieren kann, sondern auch ein talentierter Beobachter und Schreiber ist.

Denn eine gute Reportage sollte nicht nur informieren, sondern den Leser auch im besten Fall unterhalten und gibt daher Raum für detaillierte Beschreibungen.

Für die Leser einer Schülerzeitung stellt die Reportage daher einen hohen Mehrwert da.

Wie man am besten vorgeht? Merke Dir dafür Folgendes: Sie sollte so geschrieben sein, dass der Leser das Gefühl hat, direkt am Ort des Geschehens zu sein. Daher ist die Reportage für eine Schülerzeitung unvermittelt und wird in der Regel in der Gegenwartsform geschrieben.

Achtung: Obwohl gute Reportagen oft fast schon ein Stück Literatur sind, muss man auch hier aufpassen, dass die Fakten stimmen!

Tipp: Eine Reportage spricht im Idealfall alle Sinne an: Was kann man sehen, hören, riechen oder fühlen?

 

4. Textart für die Schülerzeitung: Der Kommentar

Ein Kommentar dient der klaren Meinungsäußerung und ist daher eine wichtige journalistische Darstellungsform für Deine Schülerzeitung.

Grundsätzlich ist ein Kommentar eine argumentative Schreibform. Das bedeutet, dass der Verfasser klar Stellung zu einem Thema bezieht und seine Meinung begründet äußern kann.

Damit keine Vorurteile erzeugt werden, sollte eine fundierte Argumentation immer im Mittelpunkt stehen. Eine gewisse Beeinflussung des Lesers durch Ironie oder eine zugespitzte Schreibform sind allerdings erlaubt.

Wichtig: Ein Kommentar sollte auch immer als solcher für den Leser der Schülerzeitung erkennbar sein!

 

5. Textart für die Schülerzeitung: Die Glosse

Eine Glosse steht in der Nähe zum Kommentar, ist aber freier und lustiger gestaltet. Sie bietet die Möglichkeit, sich auf humoristische Weise zu einem aktuellen Thema oder Ereignis zu äußern.

Die Themen können den schulischen, politischen oder allgemein gesellschaftlichen Kontext umfassen. Äußerungen zu Themen, die stark Gefühle von anderen verletzen könnten, wie etwa Sterbehilfe sollten jedoch vermieden werden.

Im Gegensatz zu den rein informativen Texten soll eine Glosse nicht objektiv sein, sondern vor allem der Unterhaltung dienen und den Leser der Schülerzeitung zu einer kritisch distanzierten Haltung anregen.

Stilistisch typisch sind dabei ein spielerischer Umgang mit Sprache, Überspitzungen bis hin zum Unrealistischen – mit einer ironischen Distanz zu den Ereignissen.

Durch die sprachliche Raffinesse zählt die Glosse zu den schwierigsten journalistischen Textformen, ist zugleich aber sehr beliebt.

 

6. Textart für die Schülerzeitung: Das Interview

Ein Interview dient dazu, Meinungen oder Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Gerade für aktuelle Schulereignisse kann ein Interview einen spannenden Beitrag zur Schülerzeitung darstellen.

Es handelt sich dabei um ein protokolliertes Gespräch mit einer oder mehreren Personen. Das Gespräch kann persönlich vor Ort stattfinden oder über Internet und Telefon.

Bei einem Interview äußern die Befragten Informationen oder Meinungen zu sich selbst oder zu bestimmten Themen und Ereignissen.

Aussagen werden in der Regel wörtlich wiedergegeben, zum Teil aber auch in indirekter Rede oder manchmal auch frei zusammengefasst.

Was macht ein gutes Interview aus? Es sollte eine Balance aus guter Vorbereitung der Fragen und spontanem Eingehen auf den Befragten sein.

 

7. Textart für die Schülerzeitung: Unterhaltung und Interaktives

Schülerzeitungen sind kein passives Medium. Sie sollten Schülern die Möglichkeit geben, selbst aktiv mit Inhalten zu interagieren oder einfach unterhalten zu werden.


Beispiele für Interaktives:

  • In einer Umfrage können beispielsweise Meinungen oder Informationen erfragt Sie kann auch dazu dienen, ein Feedback von Seiten der Leser zu erhalten.
  • Tests dienen im Vergleich zu Umfragen vor allem der Eigenunterhaltung von Lesern. So sind beispielsweise einfache Persönlichkeitstestssehr beliebt.
  • Diverse Unterhaltungs-Inhalte wie Rätsel, Witze oder Lyrik gehören mittlerweile ebenfalls zu den Klassikern in Zeitungen und können auch in Schülerzeitungen für viel Abwechslung sorgen.